UNSERE GESCHICHTE

Führungswechsel

Höhepunkt der Vollversammlung am 27. Jänner 2017 waren die Neuwahlen des Ausschusses der Kapelle.

Dieser besteht nun aus:
Obmann, Manuel Schwarz
Stellv. Obmann, Urban Unterhofer
Kassierin, Julia Perkmann
Schriftführerin, Nadin Schwabl
Jugendleiterin, Lisa-Marie Duregger
Trachtenwart, Christian Schwarz
Notenarchivarin, Annalena Reiterer
Beiräte, Sabrina Hafner, Lukas Perkmann und Peter Wiedmer

Wie alles begann…

Wann und von wem die Musikkapelle Mölten zum ersten Mal gegründet wurde, ist nicht mehr zu erfahren und ist nirgends aufgezeichnet.

1843:
In diesem Jahr beginnt nachweisbar die Geschichte der Musikkapelle Mölten. Leiter der Musikkapelle war zu dieser Zeit der angestellte Lehrer Michael Gufler, der zugleich Organist und Harmoniumbauer war. Die Kapelle bestand zu dieser Zeit aus ungefähr 16 – 18 Mann.
Einige Jahre später übernahm die Leitung der Musikkapelle Sepp Garmesegger. Unter dem Jahr hatte die Kapelle einige Auftritte, sodass sie sogar einmal zu Feierlichkeiten nach St. Pauls eingeladen wurde.
Da Michael Gufler wegen hohen Alters nicht mehr Schule halten konnte, kam ein neuer Lehrer und gleichzeitig Leiter der Musikkapelle nach Mölten. Josef Zöggeler aus Hafling brachte neues Leben in die Musikkapelle.

1896:
In diesem Jahr fand die große Jahresfeier des Herz-Jesu-Bundes an und deshalb legten der Lehrer Zöggeler aus Mölten und Franz Villgrattner aus Vöran die beiden Musikkapellen zusammen und traten so, mit 46 Mann, in Bozen auf.

1897:
In diesem Jahr übersiedelte Lehrer Zöggeler nach Unterinn am Ritten und ein neuer Lehrer, Oskar Nußbaumer, kam nach Mölten. Dieser hatte jedoch wenig für die Musik übrig und so ging die Kapelle auseinander.

1898:
Nun war es an der Zeit für Veränderungen, es kamen ein neuer Pfarrer, ein neuer Arzt und ein neuer Lehrer nach Mölten. Mit ihm, Lehrer Villgrattner, kam neues Leben in die Musikkapelle von Mölten. Er sammelte Musikanten aus ganz Mölten und 1899 traten sie wieder zum ersten Mal auf. In diesem Jahr wurden viele neue Musikanten herangebildet und ermuntert, fleißig zu den Proben zu kommen.

1906 – Krise Nummer 2:
Durch eine tadelnde Äußerung, des Lehrers Villgrattner, über das Musizieren, waren die Musikanten beleidigt, legten ihre Instrumente in der Schulstube ab und gingen nach Hause. So war die Gemeinschaft gespalten. Lehrer Villgrattner wollte die Kapelle nicht mehr weiterleiten und somit wurde von den Musikanten Alois Innerhofer zum Dirigenten gewählt.

1910:
Lehrer Villgrattner übernahm zum 2. Mal die Leitung der Kapelle. Nun wurde auch eine eigene Musiktracht (Bluse und Hüte) angeschaffen. Es herrschte ein schönes, munteres Treiben und fester Zusammenhalt unter den Kameraden, dann jedoch kam der Krieg (1914-1918) und die Musikkapelle erlosch.

1918:
Nach dem ersten Weltkrieg sammelte Lehrer Villgrattner wieder Begeisterte für die Kapelle, gesagt – getan. Jedoch traf den Lehrer am 14. August 1920 der Schlag und im Jänner 1921 verstarb er.
Die Leitung der wiedergegründeten Musikkapelle übernahm zum zweiten Mal Alois Innerhofer, bis der neue Lehrer und gleichzeitig Sohn des Verstorbenen, Franz Villgrattner, die Musikkapelle übernehmen konnte. Wiederum wurden neue Schüler herangebildet, neue Märsche und Stücke eingelernt und eine neue Tracht eingeführt.

1926:
Primizen standen im Haus. In diesem Jahr gab es jedoch erste Schwierigkeiten durch die faschistische Regierung. Somit durfte die Musikkapelle nur mehr als Teil des „Dopolavoro“ bestehen, an den Nationalfeiertagen sollte sie ständig ausrücken, jede Probe musste vorher der Behörde gemeldet werden, auch was gespielt wurde, musste mitgeteilt werden. Autorensteuer wurde verlangt, an den Prozessionen sollte sie nicht mehr teilnehmen und die Gemeinde durfte für die Musik nichts mehr ausgeben. Aufgrund dieser Schwierigkeiten gab Lehrer Villgrattner die Schule auf, wurde Generalsekretär von Jenesien und Mölten und übergab die Leitung wieder an Alois Innerhofer, mit der Zusicherung, dass er ihnen mit Noten und anderem behilflich sein werde.

1932:
Nun übernahm die Leitung der Kapelle Franz Perkmann und versuchte zu machen, was möglich war.

1934:
Nun wurde die Musikkapelle Mölten aufgrund der Schwierigkeiten ganz aufgelöst. Von da an war keine Begleitung der Gesänge bei Prozessionen mehr möglich. Bald danach brach der zweite Weltkrieg aus und es schien, als ob alle Musikfreunde gefallen wären.

1944:
Während des Krieges wurde jedoch versucht alte Sitten und Bräuche weiterzuführen. So ging man in Mölten 1944 an die alten Musikanten heran und ermunterte sie, die Kapelle wieder aufleben zu lassen. Am 17.Jänner übernahm Franz Perkmann wieder die Stelle eines Kapellmeisters und Franz Schwarz wurde zum Obmann gewählt. Alte Muskanten wurden wieder ermuntert und neue Musikanten wurden ausgebildet. Instrumente mussten erst wieder zusammengesucht werden, alte wurden aufgerichtet und neue mussten gekauft werden, an Noten fehlte es und nicht weniger an Geld. Doch alles wurde überwunden und die Kapelle konnte noch in diesem Jahr ihre Auftritte absolvieren.

1946:
Da in diesem Jahr in Bozen die 150 Jahr-Feier des Gelöbnisses an das Herz Jesu stattfand und die Musikkapelle Mölten dazu eingeladen wurde, wollte die Kapelle für diese Gelegenheit eine eigene Tracht tragen. So wählte man die alte Tschöggelberger Tracht und ging daran, diese bis zum Herz-Jesu-Fest fertigzustellen. Eines fehlte der Kapelle jedoch noch immer – ein Probelokal.

1947:
Man verabredete sich mit der Feuerwehr, gemeinsam ein Haus zu bauen. Von der Gemeinde wurde der Platz übernommen, Bürger spendeten Holz oder Geld, die Arbeiten wurden von den Kameraden selbst verrichtet und so kam ein neues Heim für Feuerwehr und Musikkapelle zustande. Am 13. Juli 1947 wurde das neue Haus eingeweiht und ein Konzert der Kapelle fand statt.

1948:
Neuer Schwung und neuer Eifer kehrte in die Musikkapelle ein, als der Musiklehrer und Komponist Franz Josef Egg aus Gries die Leitung übernahm. Mit ihm wurden neue Stücke und Märsche eingelernt, neue Musikanten wurden eingelernt und ein ganz anderer Geist kehrte in die Musik. Jedoch gab es wieder Schwierigkeiten, das Musiklokal wurde aufgebrochen, Instrumente wurden stark beschädigt, Musikanten blieben aus. Vorerst übernahm somit die Leitung wieder Alois Innerhofer.

1949:
Am 14. Oktober 1949 wurde Franz Josef Egg von den Carabinieri abgeführt und über den Brenner gebracht, da er ohne Pass hereingekommen war. Trotz allem wurde weiter musiziert, neue Musikanten wurden ausgebildet und zum Kapellmeister wurde Konrad Schwarz gewählt.

1950:
1950 ging es für die Kapelle wieder Berg auf. Sie unternahm einen Ausflug über das Penser Joch nach Trens. In diesem Jahr kehrte auch wieder Franz Josef Egg mit Pass und behördlicher Erlaubnis zu den Möltnern zurück. Im selben Jahr fand zudem ein Treffen der Tschöggelberger Kapellen auf der Langfenn statt.

1958:
Im Jahre 1958 trat ein Wechsel in der Führung der Musikkapelle ein. Obmann Franz Schwarz gab die Arbeit an Johann Innerhofer ab.

1963:
1963 war es fast nicht mehr möglich, junge und aktive Musikanten einzulernen. Deshalb ging die Musikkapelle Mölten auf knapp 15 Mitglieder zurück. Trotzdem wurde die Probentätigkeit aufrechterhalten.

1972:
Im diesem Jahr übergab nun Johann Innerhofer den Obmannposten an Hermann Perkmann.

1975:
1975 kamen erneut harte Zeiten auf die Musikkapelle zu, denn die Unterstützungen seitens der offiziellen Stellen blieben aus und somit wurden die Probentätigkeiten eingestellt.

1978:
Knappe 2 Jahre nach der Einstellung der Probentätigkeiten, wurden die Probentätigkeiten, unter der Mitwirkung von Kapellmeister Konrad Schwarz, Josef Reiterer und Franz Hofer, wiederaufgenommen. Zum Obmann wurde Josef Reiterer gewählt und der erste Auftritt fand bei der Einweihung des Sportplatzes statt.
Zudem wurden in diesem Jahr über 30 junge Musikanten und das erste Mal für Mölten auch Musikantinnen ausgebildet.

1980-1981:
Franz Hofer, der gemeinsam mit Konrad Schwarz und Josef Reiterer die Musikkapelle im Jahr 1978 wieder aufgebaut hatte, gab bekannt, dass er 1981 nicht mehr als Dirigent tätig sein werde. Somit übernahm Konrad Schwarz die Leitung der Kapelle, bis Walter Höller aus Gargazon die Arbeit aushilfsweise übernahm. Erste Musikanten traten in diesem Jahr zu den Prüfungen für das Leistungsabzeichen in Bronze, mit Erfolg an. Zu dieser Zeit wurden bereits ca. 34-37 aktive Mitglieder gezählt.

1985:
In diesem Jahr übernahm Theo Schwarz die Rolle des Kapellmeisters. Zudem fand am 26. Mai das erste Pfingstkonzert im Kulturaal statt.

1986:
Die Verhandlungen mit der Gemeindeverwaltung, aufgrund des zu kleinen Probelokals, wurden aufgenommen. Aufgrund des Platzmangels konnten sogar Jungmusikanten nicht in die Kapelle aufgenommen werden. Durch einen Autounfall in diesem Jahr wurde Kapellmeister Theo Schwarz und zwei weitere Musikanten schwer verletzt, so übernahm die Leitung Franz Hofer.

1987-1988:
Zum zweiten Mal wurde das Projekt Probelokal aufgenommen. Man wollte nun ein neues Haus errichten, das Musikkapelle und Heimatbühne gemeinsam nutzen sollten. Ein Jahr später war die Planung des Probelokals abgeschlossen, jedoch ließ die Fertigstellung auf sich warten.  Zudem kam, dass im Herbst die Probentätigkeit unterbrochen werden musst, da Theo Schwarz in Paris seine Kenntnisse erweitern wollte.

1990:
Im Februar war es nun soweit, das neue Probelokal war fertiggestellt. Jedoch war es nicht ganz so wie man es sich vorgestellt hatte, denn die Akustik zeigte ihre Mängel, die Töne waren zu mächtig und alles war zu laut. Fachleute wurden beauftragt und allgemein fühlte man sich wohl. Eine weitere Hürde für die Musikkapelle war, als Theo Schwarz die Stelle als Dirigent aufgab und nur mehr die Jugendarbeit führte. Hans Spornberger aus Bozen übernahm die Stelle als Kapellmeister.

1991:
Das Probelokal wurde weiter eingerichtet, Einbauschränke halfen nichtbenötigte Instrumente zu versehen und Noten einzuordnen. Aufgrund des immer noch sehr niedrigen Kapitals der Kapelle blieb das Akustikproblem weiterhin ungelöst. Zudem musste die kleine Küche des Probenlokals noch fertig ausgestattet werden. Trotz der guten musikalischen Leistung von Hans Spornberger, wurde ein junger Kapellmeister aus Lana ausfindig gemacht und somit übernahm Günther Graber im Herbst die Leitung der Kapelle.

2000:
Kapellmeister Günther Graber gab im Jahr 2000 seinen Dienst an Arnold Leimgruber aus Girlan ab.

2001:
Arnold Leimgruber übergibt den Dienst des Kapellmeisters an Eduard Innerebner. In diesem Jahr wurde eine Probe mit angehenden Kapellmeistern abgehalten. Diese Probe war in Zusammenarbeit mit dem Landeskapellmeister Gottfried Veit und von einem Dirigenten aus Graz geleitet. Zudem fand im Juli ein Treffen der Tschöggelberger Musikkapellen auf dem Salten statt.

2002:
In diesem Jahr organisierte die Kapelle einen Ausflug nach Ebenweiler, Deutschland. Sie absolvierten dort ein Konzert bei einem 3-tägigen Zeltfest.

2005:
Reiterer Josef übergibt den Dienst des Obmannes an Frena Paul. Reiterer Josef übernimmt bei Auftritten das Tragen der Fahne.

2008:
Im Herbst 2008 übergab Günther Graber den Dienst des Kapellmeisters an Georg Niedrist.

2013:
Die Musikkapelle machte in diesem Jahr eine besonders positive Erfahrung beim Wertungsspiel in Riva del Garda. Des Weiteren fand in diesem Jahr eine Auslandsfahrt nach Bad Schlema statt.

2015:
Im Jahr 2015 übernahm Renè Weger statt Georg Niedrist den Posten des Kapellmeisters.

2017:
Mit dem Neuen Jahr übergab Paul Frena den Obmannposten an Manuel Schwarz